Die Tribute von Panem - Das Lied von Vogel und Schlange - Suzanne Collis

Science Fiction
Ab 14 Jahren
Aus der Reihe The Hunger Games
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Peter Klöss und Sylke Hachmeister
Oetinger 2020, 607 Seiten
Dies ist die Vorläufergeschichte zum Dreiteiler von Suzanne Collins, der ja auch verfilmt wurde. Im ersten Teil der Trilogie macht man Bekanntschaft mit Präsident Snow, einem Diktator, wie er im Buche steht. Hier nun erfahren wir mehr von Corelianus Snow. Er steht kurz vor Abschluss seiner Schulkarriere und wird als Mentor eines Tributes aus den 12 Distrikten ausgewählt. Diese Tribute müssen als Strafe für die Rebellion der Distrikte gegen das Kapitol jedes Jahr von den Distrikten für sie sogenannten Hungerspiele – das sind mehr oder weniger moderne Gladiatorenarenen – zur Verfügung gestellt werden.
Bei diesen nun 10. Hungerspielen wird eben Snow der Mentor des weiblichen Tributes von Distrikt 12 (jeder Distrikt muss nämlich einen männlichen und einen weiblichen Tribut stellen). Snow ist nun verantwortlich für seinen Tribut und muss versuchen, sie lebend durch die Hungerspiele zu bekommen. Denn dem Sieger winkt ein Stipendium für die Uni, welches Snow dringend benötigt, da seine ehemals berühmte Familie verarmt ist und die Hungerspiele somit seine einzige Chance sind, studieren zu können. So macht er schon vor den Hungerspielen Bekanntschaft mit Lucy Gray. Und im Laufe der Handlung bemerkt er, was hier eigentlich abläuft und wie menschenverachtend die Regierung von Panem mit seinen Bewohnern umgeht.
Wie weit geht man, um sein Leben zu schützen? Was muss in einem Staat gegeben sein, damit sich die Menschen nicht gegenseitig an die Gurgel gehen? Wo sind die Grenzen von Strafe und Belustigung auf Kosten von Menschen, die eine andere Meinung haben? Mit diesen und noch anderen Fragen setzt sich die Autorin mithilfe dieses Romans auseinander. Spannend zu lesen, ein Pageturner. Und wenn man die Trilogie gelesen oder gesehen hat, kann man schon gespannt sein, wie sich alles entwickelt hat.
pl