Heimweh – Graham Norton

Heimweh

Roman

Deutsch von Silke Jellinghaus und Katharina Naumann
Kindler 2021, 380 Seiten
 
Ein Sommertag Ende der Achtziger, sechs junge Leute fahren ans Meer. Auf dem Rückweg ein schrecklicher Unfall: Es sterben ein junges Paar, das am nächsten Tag hätte heiraten sollen, und eine Brautjungfer; die andere überlebt schwer verletzt. Kaum blessiert sind Martin, der Arztsohn, und Connor, der eigentlich nicht zur Clique gehörte. Er saß am Steuer.
 
Der ganze Ort Mullinmore ist wie gelähmt. Und nach dem Prozess wird Connor nach England geschickt. Niemand weiß, dass er noch vor etwas ganz anderem flieht. Bald bricht er den Kontakt zu den Eltern ab. Connors Schwester wird derweil von Martin umworben. Die beiden heiraten, und die Ehe wird für Ellen ein Unglück.
 
Zwanzig Jahre später betritt ein Gast eine Bar in New York. Er versteht sich sofort gut mit dem jungen Barkeeper. Dann stellen sie fest, was sie verbindet. Und jenseits des Atlantiks, in einem kleinen Ort im County Cork, löst dies eine dramatische Kette von Ereignissen aus.
 
Eines der Bücher, bei denen es schwer fällt die letzte Seite umzublättern. Zu sehr taucht man ein in die Geschichte von Connor, in die Geschichte dieses kleinen irischen Dorfes und in die Wendungen, die ein Leben nehmen kann. Welche Bedeutung Familie hat, wie Entscheidungen, die in Sekundenbruchteilen gefällt werden, Auswirkungen auf das ganze Leben Vieler haben kann – davon handelt diese Buch. Eine große Leseempfehlung.
aj
 
Hinweis: Dieses Buch ist auch als Hörbuch bei uns in der Bibliothek erhältlich.