Das große Welttheater – Philipp Blom

Das große Welttheater

Von der Macht der Vorstellungskraft in Zeiten des Umbruchs.

Zsolnay 2020, 128 Seiten

Der Philosoph und Autor Philipp Blom bekam noch vor der Corona Krise den Auftrag der Salzburger Festspiele, die Eröffnungsrede 2020 zu halten. Entstanden ist daraus ein hochinteressantes Buch über die Schwierigkeit der Menschheit, sich mit neuen Entwicklungen auseinander zu setzen.

Er bezieht sich in seinem Buch auf den Klimawandel. Denn obwohl wir alle wissen, dass sich das Klima verändern wird bzw. sich bereits dramatisch verändert, „lebt die Menschheit nicht in einem Katastorphenmodus“, wie es mein Sohn ausdrückt, der auf der BOKU in Wien studiert und noch ein bisschen besser weiß, wie es um die Erde steht. Blom geht in seinem Buch anhand der Entwicklungen seit der Aufklärung der Frage nach, warum es für die Menschheit so schwer ist, sich eine andere und meist eine viel bessere Weltordnung, vorzustellen.

Viele Entwicklungen gingen über mehrere Generationen (denken wir nur an die Allgemeinen Menschenrechte und bis diese auf der Welt anerkannt wurden). Nur: beim Klimawandel ist das Thema, dass uns nicht mehr mehrere Generationen bzw. mehr Zeit zur Verfügung steht, um eine positive Änderung herbeizuführen.

Es geht auch um die Art der Kommunikation und der Bewusstmachung, ohne fast immer nur Panik zu schüren und die Mehrheit der Menschen damit zu überfordern. Auf jeden Fall ist es ein sehr lesenswertes Buch, das sich auf sehr gut lesbare und nicht überfordernde Weise mit der Thematik auseinandersetzt. Und vor allem auch schlüssig geschrieben ist.

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